Wie schütze ich mein Privatvermögen vor Inflation oder Totalausfall?

Die Inflation schmälert ständig den Wert Ihres Privatvermögens. Einige Jahre lang war die Inflation so niedrig, dass sie kaum noch messbar war. Inzwischen hat sie sich aber wieder bei einer Inflationsrate von etwa zwei Prozent eingependelt. Das ist nicht etwa ein Fehler im System, sondern durchaus gewollt. Zwei Prozent Inflation werden von der EZB als offizielles Ziel ihrer Geldpolitik genannt. Auch seitens der Wirtschaftspolitik sollten Sie keine Maßnahmen zur Senkung der Inflationsrate erwarten. In der Eurozone finden sich sehr viele Staaten, die ihre Staatsschulden gerne „weginflationieren“ möchten – so wird das gelegentlich genannt.

Wo gibt es noch einen Inflationsausgleich?

Jedenfalls nicht dort, wo Ihr Geld unter dem Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung steht. Selbst Angebote von etwas mehr als einem Prozent auf das Festgeld entpuppen sich meist als zeitlich befristete Lockangebote für Neukunden. Ganz ohne Risiken ist heute also nicht einmal mehr ein Inflationsausgleich zu haben, von einer attraktiven Rendite ganz zu schweigen. Aber wenigstens können Sie die Risiken deutlich minimieren, wenn Sie auf Sachwerte setzen.

Sachwerte schließen den Totalverlust praktisch aus

Sachwerte wie Rohstoffe oder Edelmetalle können unter halbwegs realistischen Annahmen niemals wertlos werden. Sie unterliegen Kursschwankungen und können daher an Wert verlieren, aber ein Totalverlust ist extrem unwahrscheinlich. Rohstoffkurse sind eng an die Weltkonjunktur gekoppelt und unterliegen darüber hinaus politischen Einflussnahmen. Wer hier investiert, sollte zumindest gute Nerven haben. Auch Gold und andere Edelmetalle dienen als Werkstoffe in der Industrie, aber hier gibt es auch eine hohe private Nachfrage. Typischerweise verläuft die Wertentwicklung antizyklisch zur Weltkonjunktur, weil Gold in Krisenzeiten von vielen Anlegern als sicherer Hafen gewählt wird. Nachteilig ist natürlich, dass sich mit Gold oder Diamanten keine regelmäßigen Einnahmen generieren lassen. Hier zeigt das „Betongold“ seine Stärken, wie Immobilien oft bezeichnet werden.

Eine sichere und inflationsgeschützte Kapitalanlage

Immobilien als Kapitalanlage versprechen nicht nur einen Schutz vor einem Totalverlust, sondern auch eine attraktive Rendite in Form laufender Mieteinnahmen. Aber auch dabei kann einiges schief gehen, wenn Sie sich auf wenig belastbare Prognosen der zu erwartenden Mieteinnahmen verlassen. Gewerbliche Immobilen stellen eben auch eine konjunkturabhängige Geldanlage dar, insbesondere neu zu errichtende Gewerbegebiete. Wohnimmobilien scheinen derzeit als weniger risikobehaftet, zumindest wenn sie sich in Ballungszentren oder anderen stark nachgefragten Regionen befinden. Aber insbesondere in den A-Metropolen sind die Kaufpreise in den letzten Jahren stark gestiegen, weswegen die Renditeerwartungen entsprechend gesunken sind.

Investieren in der Nische: Pflegeimmobilien

Der Begriff Nische passt heute eigentlich nicht mehr wirklich, weil Pflegeimmobilien aktuell verstärkt in den Fokus der Anleger rücken. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die künftige Nachfrage nach Pflegeplätzen kann anhand der demographischen Daten sehr genau prognostiziert werden. Die Datenlage ist eindeutig, die Nachfrage wird das aktuelle Angebot übersteigen. Wenn Sie Pflegeimmobilien kaufen, dürfen Sie also sowohl mit einer langfristigen Wertsteigerung als auch mit sicheren Mieteinnahmen rechnen. Ein wenig Aufmerksamkeit erfordert diese renditestarke Anlage aber dennoch. Eine Pflegeimmobilie stellt hohe Anforderungen an den Betreiber der Einrichtung. Neben den medizinischen und sozialen Kompetenzen sollte der Betreiber auch in rechtlichen Fragen sattelfest sein, um sich auf dem hochgradig regulierten Pflegemarkt sicher zu bewegen. Mein Tipp ist das Haus Invita in Bremen Huchting, das Geldanlegern zahlreiche Pflegeappartements zum Kauf anbietet. Der Betreiber ist ein Tochterunternehmen der WirtschaftsHaus AG, die schon zahlreiche Pflegeeinrichtungen erfolgreich führt.