Festgeld

Festgeld ist ein moderner Nachfolger des Sparbuchs mit festgeschriebener Kündigungsfrist. Das Geld wird auf einem Festgeldkonto für eine vorab festgelegte Dauer fest angelegt. Die Dauer der Anlage ist höchst unterschiedlich und kann wenige Woche oder mehrere Jahre betragen. Vor Ablauf dieser Frist kann der Anleger nur mit erheblichen Verlusten über das Geld verfügen, in einigen Fällen ist der vorzeitige Zugriff vertraglich sogar gänzlich ausgeschlossen. Festgeld stellt die einfachste Form der Geldanlage dar. Ein Festgeldkonto kann online mit wenigen Klicks eröffnet werden. Die Zinsen bleiben während der gesamten Anlagedauer unverändert. Sofern das kontoführende Institut in der EU ansässig ist, ist das Festgeld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Nachteile von Festgeld

Das angelegte Festgeld ist nicht kurzfristig verfügbar. Anleger sollten also darauf achten, nicht ihr gesamtes Vermögen als Festgeld anzulegen, um liquide zu bleiben. Auch die Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit muss heute wahrscheinlich als Nachteil gewertet werden. Zumindest lassen die letzten Ankündigungen der EZB künftig steigende Zinsen als sehr wahrscheinlich erscheinen. Der schwerwiegendste Nachteil besteht in der schwachen Rendite eines Festgeldkontos. Selbst bei mehrjährigen Laufzeiten bieten die Zinsen auf das Festgeld heute nicht einmal einen Inflationsausgleich. Aus Sicht der Banken stellte das Festgeld eine Darlehen dar, das Kunden ihnen gewähren. So gesehen konkurrieren die Kunden mit der EZB, die Banken derzeit Geld zu null Prozent leiht. Selbst die minimalen Zinsen, die Banken für Festgeld zahlen, sind daher eher als Marketingmaßnahme mit dem Ziel der Kundenbindung zu verstehen.

Alternativen zum Festgeld

Es stehen zahlreiche Alternativen mit höheren Renditechancen zur Verfügung. Diese setzen jedoch die Bereitschaft voraus, moderate Risiken einzugehen. Hochgradig spekulative Anlageformen, die auch die Gefahr eines Totalverlustes bergen, kommen als Alternative zum Festgeld selbstverständlich nicht in Betracht. Denkbar ist aber zum Beispiel die Anlage in einem Indexfonds, der die Wertentwicklung des DAX abbildet. Auch der DAX unterliegt Kursschwankungen, aber es ist schwer vorstellbar, dass die DAX-Konzerne plötzlich ihren gesamten Wert einbüßen. Auch die Anlage in Immobilien bietet einen zuverlässigen Schutz vor einem Totalverlust. Sofern die Objekte sinnvoll ausgewählt werden, ist auch hier kaum vorstellbar, dass sie plötzlich wertlos sein könnten. Wohnimmobilien in stark nachgefragten Regionen oder auch Pflegeimmobilien bieten neben dem Werterhalt darüber hinaus auch eine realistische Aussicht auf eine attraktive Rendite, da längerfristige Leerstände in der heute überschaubaren Zukunft nicht zu befürchten sind.

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