Ein Platz für später? Ja!

Hat es je einen journalistischen Artikel in einer renommierten Zeitung gegeben, in denen Privatanlegern eine spezielle Form der Geldanlage uneingeschränkt empfohlen wurde? Vermutlich nicht. Alles andere wäre auch merkwürdig, denn natürlich gehört es zum Job eines seriösen Journalisten, auch auf die Anlagerisiken hinzuweisen. Weil nun einmal keine Anlageform absolut risikolos sein kann, werden sich logischerweise in jedem Artikel auch Hinweise auf das Haar in der Suppe finden. Im Artikel der „Süddeutschen“ über Pflegeimmobilien fehlen diese Hinweise daher auch nicht. Dazu gehört der nahezu obligatorische Verweis auf die überhöhten Renditen, die Anleger angeblich auf Kosten der pflegebedürftigen Menschen erzielen. Leider fehlt eine genaue Quellenangabe für die „zweistelligen Renditen“, weswegen unklar ist, wo diese erzielt werden sollen. Eher typisch sind die ebenfalls im Text erwähnten Renditen von etwa drei bis vier Prozent, die mit den Worten „ganz schön viel“ kommentiert werden. Was soll man dazu sagen? Welcher Privatanleger sollte für Renditen unter drei Prozent in Pflegeimmobilien investieren?

Alles hängt am Betreiber der Pflegeeinrichtung

Richtig ist allerdings der Hinweis, dass Käufer einer Pflegeimmobilie immer auch am Geschäftsrisiko des Betreibers beteiligt sind. Schlecht geführte Einrichtungen können pleite gehen oder sogar zwangsweise von den Aufsichtsbehörden geschlossen werden. Richtig ist ebenfalls, dass der typische Privatanleger den Betreiber schwer einschätzen kann. Das gilt aber im Grundsatz für jede Investition in ein Unternehmen. Genau deswegen gibt es professionelle Anlageberater, die sich Investments genau anschauen, bevor sie diese ihren Kunden empfehlen. Darum empfehle ich Ihnen beispielsweise Pflegeimmobilien in Einrichtungen des Betreibers „Wirtschaftshaus„, der schon mehrere Häuser erfolgreich betreibt.

Zum Schluss zwei Anmerkungen

Im Artikel wird darauf verwiesen, dass der Besitzer einer Pflegeimmobilie im Bedarfsfall zwar Anspruch auf einen Platz in der jeweiligen Einrichtung hat, aber keine Eigenbedarfskündigung aussprechen kann. Letzteres dürfte eine Selbstverständlichkeit sein. Aber die Fluktuation in Pflegeeinrichtungen ist relativ hoch, weswegen meist in absehbarer Zeit ein Platz verfügbar sein wird. Die zweite Anmerkung bezieht sich auf die Aussage, eine Pflegeimmobilie sei „nicht immer so leicht zu verkaufen wie eine Eigentumswohnung“. Wenn man einen Satz so vage formuliert, dass der Informationsgehalt auf null sinkt, kann er zumindest nicht mehr falsch sein!