Aktenzeichen XY – heute wie damals wichtig

„Aktenzeichen XY“ gehört zu den ältesten Sendeformaten im Deutschen Fernsehen. Eduard Zimmermann, der Erfinder und erste Moderator der seit 1967 ausgestrahlten Sendereihe, genießt heute nahezu Kultstatus. Das Fernsehen heute hat wenig mit dem Fernsehen von damals gemein und auch an „Aktenzeichen XY“ sind die Änderungen nicht spurlos vorüber gegangen. Die anfangs sehr spröden und betont sachlichen Berichte über Kriminalfälle sind einer stärker emotionalen und dramaturgisch aufbereiteten Darstellung gewichen, was nicht jedem gefällt. Aber wahrscheinlich heiligt auch hier der Zweck die Mittel, die Sendung erreicht dadurch noch immer viele Zuschauer, was für ihren Erfolg wesentlich ist. Die mittlerweile fast 2000 unter Mithilfe von „Aktenzeichen XY“ aufgeklärten Kriminalfälle sind sicher ein beachtlicher Erfolg, aber vielleicht nicht einmal der wichtigste.

Betrugsmaschen werden publik gemacht

Mindestens ebenso wichtig scheint mir zu sein, dass durch die Sendung viele Tricks von Finanzbetrügern einem breiten Publikum bekannt werden. Selbst Gold, so konnte man in einer der letzten Sendungen lernen, ist nur eine sichere Geldanlage, wenn man bei seriösen Händlern kauft. Denn es ist für den Laien alles andere als einfach zu erkennen, ob der vermeintlich massive Goldbarren wirklich aus Gold besteht. Unter der glänzenden Oberfläche kann sich vieles verbergen! Und wenn schon Gold gefälscht werden kann, brauchen wir doch über Kryptowährungen oder andere digitale Produkte nicht zu reden, die dem normalen Anleger ohnehin ein Buch mit sieben Siegeln sind? Vielleicht ist es hier gar nicht so wichtig, auf die Details der konkreten Betrugsmasche einzugehen, die in „Aktenzeichen XY“ dargestellt wurde. Wer sich ohne Expertenwissen auf ein Gebiet wie Kryptowährungen wagt, muss seinem Anbieter blind vertrauen können. Wer hier betrügen will, der schafft es auch.

Keine Tricks bei Immobilien

Es ist ja nicht so, als gäbe es auf dem Immobiliensektor keine Tricks und keine Betrüger. Manche Immobilienfonds erwiesen sich zum Beispiel als windige Luftnummern. Auf der relativ sicheren Seite befinden sich Anleger aber, wenn sie eine Immobilie selbst erwerben und als Eigentümer im Grundbuch stehen, statt Anteile an Firmen zu erwerben, die über irgendwelche undurchschaubaren Konstrukte an Immobilienprojekten beteiligt sind. Wenn die selbst gekaufte Immobilie dann noch von Profis bewirtschaftet wird, wirft sie sogar noch eine attraktive Rendite ab. Es wird Sie nicht überraschen, dass ich da eine passende Kapitalanlage für Sie hätte…